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Begriffsbestimmungen

Allgemeines

Neben den verschiedenen Disziplinen der kurativen Medizin (Allgemeinmedizin und klinische Fächer) stellt die rehabilitierende Medizin eine weitere Säule der Patientenbehandlung, insbesondere im Falle chronischer Krankheiten dar. Auch die Entwicklung und Anwendung von Konzepten einer vorbeugenden Medizin (Präventivmedizin) ist Gegenstand der rehabilitationsmedizinischen Fächer.

In Ergänzung zur schon länger etablierten Sozialmedizin und Kurortmedizin bzw. Balneologie und medizinischen Klimatologie (Badearzt / Kurarzt) wurden anlässlich des 95. Ärztetages im Jahre 1992 verschiedene Fachgebiete neu definiert und in einer novellierten Musterweiterbildungsordnung aufgenommen, welche jeweils rehabilitationsmedizinische Sachverhalte zum Inhalt haben.

Als fakultative Weiterbildung für Internisten und Allgemeinmediziner wurde die klinische Geriatrie in die Weiterbildungsordnung aufgenommen. Diese umfasst unter anderem die Aspekte einer rehabilitierenden Behandlung chronischer Alterskrankheiten.

Als zusätzliche Bereichsbezeichnung, welche von Fachärzten neben der jeweiligen Facharztbezeichnung geführt werden kann, wurde das Rehabilitationswesen definiert. Dieses beinhaltet im Wesentlichen verschiedene allgemeine Aspekte der Rehabilitation.

Als neue Facharztqualifikation wurde die Physikalische und Rehabilitative Medizin in die Weiterbildungsordnung aufgenommen. Dieses Fachgebiet umfasst im Grundsatz alle Aspekte der Rehabilitationsmedizin und ihrer Behandlungsformen.

In der Meduna-Klinik sind vielseitige Möglichkeiten einer umfassenden Behandlung mit den Verfahren der vorerwähnten rehabilitationsmedizinischen Fachdisziplinen bei weitreichenden Behandlungskonzessionierungen vorhanden.

 

Physikalische und rehabilitative Medizin:

Die Physikalische und Rehabilitative Medizin beinhaltet als Facharztdisziplin die fachübergreifende rehabilitierende Behandlung sämtlicher akuter und chronischer Erkrankungen, welche mit alleiniger ambulanter oder krankenhausmässiger stationärer Behandlung nicht hinreichend zu behandeln sind und daher eine zusätzliche  rehabilitierende Behandlung benötigen; dies sind z.B. Erkrankungen der Inneren Organe, des Skelettsystems und Bewegungsapparates, des Nervensystems, rehabilitationsbedürftige Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter sowie Verletzungsfolgen. Die Behandlungen umfassen unter anderem  Methoden der Krankengymnastik und physikalischen Therapie, der Vorbeugung (Präventivmedizin) einschliesslich Patientenschulungen zu krankheitsangepasstem und gesundheitsbewusstem Verhalten, Ernährungsbehandlung und begleitende psychologische Behandlungen bei Erfordernis.

Die Physikalische Medizin bezieht sich auf die Behandlung des Patienten mit den Verfahren der physikalischen Therapie bzw. Physiotherapie, die Rehabilitative Medizin darüber hinausgehend auch auf sämtliche sonstigen Methoden der Rehabilitationsmedizin.

 

Sozialmedizin:

Die Sozialmedizin befasst sich mit der Häufigkeit und Verteilung gesellschaftlich bedeutsamer Volkskrankheiten sowie den Wechselbeziehungen zwischen diesen Krankheiten und den beruflichen und allgemeinen sozialen Umfeldern. Weiterhin beschäftigt sich die Sozialmedizin mit den Systemen der sozialen Sicherung, den Aufgaben und Strukturen der Sozialleistungsträger wie Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung. Im Falle gesundheitlich bedingter Einschränkungen der Leistungsfähigkeit ist auch die Erstellung einschlägiger Fachgutachten zur Frage der Erwerbs- und Berufsfähigkeit oder zum Vorliegen einer amtlich anzuerkennenden Behinderung Aufgabe der Sozialmedizin.

Auf Grund Ihrer Aufgabenstellung, eine möglichst umfassende fachübergreifende Rehabilitation und Wiedereingliederung betroffener Patienten zu erreichen, schliesst die Physikalische und Rehabilitative Medizin als Fachgebiet auch Aspekte der Sozialmedizin ein.

 

Rehabilitationswesen:

Das Rehabilitationswesen beinhaltet als Fachgebiet die allgemeinen Grundlagen der Rehabilitationsmedizin, rehabilitationsmedizinischen Verfahrensweisen und Arbeitstechniken der Einleitung und Durchführung von Rehabilitationsmassnahmen. Auch die Erfassung von bleibenden gesundheitlichen Beeeinträchtigungen und deren Auswirkungen sowie die bedarfsweise Einleitung von Massnahmen zur Wiedereingliederung bei dauerhaften Behinderungen sind Gegenstand des Rehabilitationswesens.

Wie im Falle der Sozialmedizin beinhaltet die Physikalische und Rehabilitative Medizin auch Gegenstände des Rehabilitationswesens.

 

Badearzt:

Der Badearzt / Kurarzt hat eine spezielle Weiterbildung in Balneologie und medizinischer Klimatologie zu absolvieren, welche die Behandlung mit ortsgebundenen Heilmitteln anerkannter Kurorte, den Einsatz sonstiger natürlicher Heilmittel im Zusammenwirken mit Physiotherapie, Diät, Ruhe und Bewegung unter Einbeziehung klimatischer und landschaftlicher Faktoren zum Inhalt hat.

Auch dieser Bereich weist demnach hinsichtlich seiner Thematik Berührungspunkte zur Physikalischen und Rehabilitativen Medizin auf.

 

Klinische Geriatrie:

Die klinische Geriatrie befasst sich als Disziplin der Altersmedizin mit den spezifischen Besonderheiten von Erkrankungen im fortgeschrittenen Lebensalter, insbesondere im Falle andauernder Behinderungen mit vollständigem oder teilweisem Verlust der Selbstständigkeit oder bei drohendem Verlust der Selbstversorgungsfähigkeit. Die geriatrische Behandlung ist ganzheitlich ausgerichtet und umfasst sämtliche rehabilitationsmedizinischen Verfahren, aktivierende Pflege, Diätetik, medikamentöse Behandlungen und bedarfsweise psychologische Betreuung.

Die Klinische Geriatrie setzt somit Methoden der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin unter den besonderen Aspekten der Erkrankungen des höheren Lebensalters ein.

 

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich,
Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182 3182

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